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Seba (zur Verwechslung mit Saba, hebr. Scheba’, s. den Art. Saba) wird 1Mos. 10, 7 = 1Chr. 1, 9 als erster Sohn Kuschs, das ist hier, da Havilah (s. den Art. Havilah) folgt, Arabien und nicht Äthiopien, bezeichnet.
Damit stimmen die übrigen Stellen, wo Seba (eigentlich Land des Weinhandels, das ist Zentralarabiens) entweder eng zusammen mit Saba, so Psa. 72, 10 (falls von Salomo, wie die Tradition angibt, dann noch das nordarab. Saba), oder aber mit Kusch, so Jes. 43, 3 und Jes. 45, 14, genannt wird.
Auf die erstere Stelle Jes. 43, 3 „ich gab Ägypten (vielleicht aber ursprünglich Muzur, das ist Midian) für dich als Lösegeld, Kusch (Arabien) und Seba an deine Statt“ folgt unmittelbar in deutlichem Parallelismus: „darum gebe ich Edom (Luther: Menschen) an deine Statt und Le’ummim (nach 1Mos. 25, 3 ein nordarabisches Volk) für deine Seele“, während Jes. 45, 14 vom Handel mit Ägypten (beziehungsweise Midian), Kusch und den Sebaiten, den langgewachsenen (vergleiche dazu Jes. 18, 2 und Jes. 18, 7, wo das Land, das die Ströme durchschneiden, Zentralarabien als Land der Paradiesesströme und vergleiche Jes. 18, 1 das Land jenseits der Ströme von Kusch, also wohl Südarabien), die Rede ist, nicht etwa, wie gewöhnlich angenommen wird, von Meroe, das ist Äthiopien.
Die hochgewachsenen und langlebigen Äthiopier, von denen Herodot 3, 20 und 114 erzählt, waren ja schließlich dorthin auch erst von Arabien eingewandert und die von Strabo erwähnte Stadt Saba an der äth. Küste ist eher eine sabäische Kolonie, wie es in Äthiopien deren mehrere gibt, als dass es mit dem biblischen Seba etwas zu tun hat.
— Ein ganz anders geschriebener Ort Seba, hebr. Schibʽah, begegnet 1Mos. 26, 33 (s. d. Art. Beer-Seba), der wohl auch Jos. 19, 2 (unmittelbar nach Beer-Seba) mit Seba (ebr. Schebaʽ) gemeint ist; ebenso sind die Personen Seba 2Sam. 20, 1ff (der Aufrührer Seba, Sohn des Bikri) und 1Chr. 5, 13 (der Gadite Seba), im hebr. Scheba‛, nicht etwa Seba’ (wie das arab. Seba, das als mythologischer Name des mit Wein bepflanzten Berges Sabû nach dem Osttigrisgebiet schon in alter Zeit übertragen wurde), geschrieben.
F. Hommel.
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About Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriertDas Calwer Bibellexikon ist einer der bekanntesten Namen unter den deutschsprachigen Bibellexika. Laut Vorwort ist es als ein Handbuch für den nachdenkenden Bibelleser, Geistlichen oder Religionslehrer gedacht. Das Nachschlagewerk soll es dem Leser ermöglichen, ein „eben gelesenes Bibelwort als ein Glied in das ganze Gebäude seiner biblischen Anschauungs- und Gedankenwelt“ einzufügen. Der Herausgeber Paul Zeller merkt zudem an, das Werk sei „in dem einen Geist demütiger Ehrfurcht vor dem Worte Gottes und herzlicher Liebe zu der heiligen Schrift“ entstanden (Vorwort 2. Aufl.). Das Calwer Bibellexikon erschien zum ersten Mal im Jahr 1884, die zweite Auflage 1893, beide erfreuten sich großer Nachfrage. Die hier verfügbare dritte Auflage (1912) ist das Ergebnis einer umfassenderen Umarbeitung und teils auch Verkürzung. Der Herausgeber und die Mitwirkenden stammten zumeist aus der Württembergischen Landeskirche und der Schweiz. Bekannt war es auch unter dem alternativen Titel „Biblisches Handwörterbuch, illustriert“. |
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