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Rüsttag war der bei den Juden übliche Name für den Freitag, weil die Vorbereitungen für den Sabbat, namentlich die Herstellung der Mahlzeiten, in den Nachmittagsstunden des Freitags vorgenommen werden mussten.
Dass Jesu Hinrichtung an einem Rüsttag geschah, hatte zur Folge, dass sein Begräbnis in großer Eile vorgenommen und die Zurüstung der Leiche bis nach dem Sabbat verschoben wurde, Mark. 15, 42; Matth. 27, 62; Luk. 23, 54.
Beim „Rüsttag in den Ostern“, Joh. 19, 14, ist eine doppelte Auffassung möglich. Entweder wird auch hier an den Freitag der Osterwoche gedacht, vergleiche Joh. 19, 31, wo auf den Rüsttag der Sabbat folgt, oder es liegt hier der Name für den vor das Passah fallenden Tag vor, an dessen Nachmittag die Lämmer im Tempel geschlachtet wurden. Nach dem jüdischen Kalender war dies der 14. Tag des Nisan. Nach dieser Deutung hat Johannes das Ende Jesu in anderer Weise in die Festwoche eingefügt als die drei ersten Evangelisten, nämlich so, dass Jesus das Passah nicht mehr mit seinen Jüngern aß, sondern vor dem Beginn des Festes gekreuzigt wurde; vergleiche Joh. 13, 1. Joh. 13, 29; Joh. 18, 28.
Ad. Schlatter.
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About Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriertDas Calwer Bibellexikon ist einer der bekanntesten Namen unter den deutschsprachigen Bibellexika. Laut Vorwort ist es als ein Handbuch für den nachdenkenden Bibelleser, Geistlichen oder Religionslehrer gedacht. Das Nachschlagewerk soll es dem Leser ermöglichen, ein „eben gelesenes Bibelwort als ein Glied in das ganze Gebäude seiner biblischen Anschauungs- und Gedankenwelt“ einzufügen. Der Herausgeber Paul Zeller merkt zudem an, das Werk sei „in dem einen Geist demütiger Ehrfurcht vor dem Worte Gottes und herzlicher Liebe zu der heiligen Schrift“ entstanden (Vorwort 2. Aufl.). Das Calwer Bibellexikon erschien zum ersten Mal im Jahr 1884, die zweite Auflage 1893, beide erfreuten sich großer Nachfrage. Die hier verfügbare dritte Auflage (1912) ist das Ergebnis einer umfassenderen Umarbeitung und teils auch Verkürzung. Der Herausgeber und die Mitwirkenden stammten zumeist aus der Württembergischen Landeskirche und der Schweiz. Bekannt war es auch unter dem alternativen Titel „Biblisches Handwörterbuch, illustriert“. |
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