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Leibrock (ebr. Ephod), Schulterkleid des Hohepriesters. Über die Form dieses wichtigsten, den Hohepriester auszeichnenden Kleidungsstückes siehe Artikel Hohepriester S. 299.
Der Hohepriester trug den Leibrock, wenn er zu opfern hatte und ins Heilige ging (nur am großen Versöhnungstag trug er statt dieser Prachtkleidung einen einfachen leinenen Anzug, 3Mos. 16, 4) und wenn er durch Licht und Recht (siehe diesen Artikel) in wichtigen Angelegenheiten den Herrn fragen wollte, 4Mos. 27, 21; 1Sam. 23, 9; 1Sam. 30, 7ff. Den Leibrock tragen ist daher so viel als: Hohepriester sein; zum Beispiel 1Sam. 14, 3. Ohne Leibrock sein (Hos. 3, 4) heißt: vom Herrn keine Antwort bekommen auf die Befragung durch Urim und Tummim.
— Der Leibrock wurde, wenn ihn der Hohepriester nicht brauchte, im Heiligtum aufbewahrt, 1Sam. 21, 10.
— Außer dem Leibrock des Hohepriesters werden aber auch noch „leinene Leibröcke“ der Priester genannt, 1Sam. 22, 18. Der Knabe Samuel trägt einen solchen leinenen Leibrock, 1Sam. 2, 18, ja auch der König David war, als er die Bundeslade abholte, begürtet mit einem leinenen „Leibrock“, 2Sam. 6, 14; 1Chr. 15, 27, hierbei fehlte aber natürlich gerade das Wesentliche und Wichtigste beim Leibrock, nämlich das Brustschildlein mit Urim und Tummim, und es ist dieser leinene Leibrock als Priesterschmuck anzusehen. Anders dagegen der Leibrock, den Gideon machte, Richt. 8, 27, und der des Micha, Richt. 17, 5. Manche glauben, weil in Richt. 8, 24ff von einer — vielleicht übertrieben — großen Menge von Gold und Kostbarkeiten, aus denen der Leibrock gemacht wurde, die Rede ist und weil es V. Richt. 8, 27 heißt: er setzte es (eigentlich: stellte es auf) zu Ophra, es sei darunter wohl ein Bild Gottes zu verstehen. Es ist aber doch nicht wahrscheinlich, dass das Wort, das so oft den Leibrock bezeichnet, hier eine ganz andere Bedeutung haben sollte. Wohl aber ist anzunehmen, dass hier mit dem Leibrock das Urim und Tummim als Orakel abergläubisch gebraucht wurde, wie ja Hos. 3, 4 neben dem Leibrock die Teraphim (siehe Abgötterei) erwähnt sind, vergleiche Richt. 8, 27: Israel verhurete sich daran.
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About Calwer Bibellexikon: Biblisches Handwörterbuch illustriertDas Calwer Bibellexikon ist einer der bekanntesten Namen unter den deutschsprachigen Bibellexika. Laut Vorwort ist es als ein Handbuch für den nachdenkenden Bibelleser, Geistlichen oder Religionslehrer gedacht. Das Nachschlagewerk soll es dem Leser ermöglichen, ein „eben gelesenes Bibelwort als ein Glied in das ganze Gebäude seiner biblischen Anschauungs- und Gedankenwelt“ einzufügen. Der Herausgeber Paul Zeller merkt zudem an, das Werk sei „in dem einen Geist demütiger Ehrfurcht vor dem Worte Gottes und herzlicher Liebe zu der heiligen Schrift“ entstanden (Vorwort 2. Aufl.). Das Calwer Bibellexikon erschien zum ersten Mal im Jahr 1884, die zweite Auflage 1893, beide erfreuten sich großer Nachfrage. Die hier verfügbare dritte Auflage (1912) ist das Ergebnis einer umfassenderen Umarbeitung und teils auch Verkürzung. Der Herausgeber und die Mitwirkenden stammten zumeist aus der Württembergischen Landeskirche und der Schweiz. Bekannt war es auch unter dem alternativen Titel „Biblisches Handwörterbuch, illustriert“. |
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